Dieser Teil bewegt sich weg von den Mahnmalen des Holocaust hin zu den Entwicklungen, welche die Erinnerung an die jüdische Kultur nach dem zweiten Weltkrieg beeinflusst haben. Diese Zeit ist gekennzeichnet von Verwahrlosung und Untergang, aber auch von einer kulturellen Kontinuität. Synagogen und Friedhöfe werden weiterhin genutzt, Friedhöfe werden oftmals von Überlebenden aufgesucht, um ihrer Familienangehörigen, die im Holocaust umgekommen sind und keine Grabstätte haben, zu gedenken. Weiterhin gibt es viele Anzeichen für Versuche der Wiederbelebung und Restaurierung mit der Intention, das Verlorengegangene zurückzugewinnen und es in angebrachter Form zu würdigen. Synagogen werden wieder instandgesetzt, sowohl zum Abhalten von Gottesdiensten als auch um Museen und Bibliotheken zu beherbergen. Friedhöfe werden von polnischen Jugendlichen und Juden aus dem Ausland wieder nutzbar gemacht, Mauern und Tore wiederhergestellt und Mausoleen gebaut, um die Gräber von heilig gesprochenen Rabbinern, vor dem Zerfall zu schützen und die Friedhöfe zu Pilgerorten werden zu lassen.
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