Der erste Teil der Ausstellung konzentriert sich auf Ruinen, denn diese stellen schließlich die gegenwärtige Realität der jüdischen Vergangenheit Polens dar. Der Holocaust hat jüdisches Leben in Trümmern hinterlassen und aus jüdischer Sicht ist das heutige Polen kaum mehr als eine Ruinenlandschaft. Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Ruinen zu betrachten: Einerseits ist nicht zu leugnen, dass im Vergleich zu der Anzahl jüdischer Bauten vor dem Krieg in Polen, jetzt fast nichts mehr übrig ist. Andererseits ist es erstaunlich, wieviel von der jüdischen Kultur auch heute noch zu sehen ist, wenn man die damalige systematische Zerstörung eben dieser Kultur bedenkt. Die Vielfalt der Ruinen ist gross: Synagogen unter freiem Himmel, Synagogen aus deren Dächer Grün wächst, Synagogen die von Gerüsten gestützt werden oder von denen nur noch die tragenden Säulen stehen. Diese Bilder sowie die kaum noch zu entziffernden hebräischen Wandmalereien, bieten ein schweigendes Zeugnis einer Kultur, die in Galizien entwurzelt und zerstört worden ist.
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